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Leiharbeit-Branche fühlt sich an den Pranger gestellt

26.09.2011

Eine ganze Branche fühlt sich in Thüringen diskriminiert: die Verleiher menschlicher Arbeitskraft. Das geht schon bei Begrifflichkeiten los, schimpft Sebastian Lazay, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes der Personaldienstleister. Er spricht nicht von Leih-, sondern lieber von Zeitarbeit. Seit Wirtschaftsminister Machnig (SPD) Fördermittel nur noch an Firmen vergibt, die es mit der Leiharbeit nicht übertreiben, sehen sich die Verleih-Unternehmen vollends an den Pranger gestellt. Grund genug für die FDP-Fraktion, am Dienstagabend ein paar Experten ins Erfurter Kongresszentrum Brühl einzuladen. Um "die Debatte zu versachlichen", wie FDP-Mann Kemmerich sagte. Wie sich ein klassischer Leiharbeiter fühlt, konnte das FDP-Forum nicht klären. Trotz Anfragen gelang es dem Abgeordneten Kemmerich nicht, einen aufzutreiben. So fiel ihm auch ein positives Fazit des Abends nicht schwer. Selbst wenn es stimme, sagte er, dass 60% aller Zeitarbeiter nach drei Monaten Anstellung im Verleihunternehmen wieder bei der Arbeitsagentur aufschlagen, sei das doch ein Erfolg: "Weil sich dann 40% eben nicht wieder arbeitslos melden."

(Quelle und kompletter Artikel: Thüringische Landeszeitung)



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